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Lauenstein (Salzhemmendorf)

Lauenstein (Salzhemmendorf)

FieldValue
nameLauenstein
MunicipalitySalzhemmendorf
typeOrtsteil
districtHameln-Pyrmont
coordinates
stateNiedersachsen
elevation140-233
population2083
Stand2008-12-31
postal_code31020
area_code05153

| Lagekarte-Beschreibung =

Lauenstein is a village in the municipality of Salzhemmendorf in the Lower Saxon district of Hameln-Pyrmont in north Germany. It has about 2,100 inhabitants.

Geography

Lauenstein lies in the Weser Uplands, not far from the only low saddle in the crest of the Ith, in a valley that descends eastwards at right angles to the Ith ridge. Part of its more recent built-up area extends out of the valley to the eastern slopes of the Ith and into the Saale valley.

History

Feudal tenure

Lauenstein in 1654

The feudal lords in the district (Amt) area were the barons of Homburg, who exercised power from 1152 to 1409. Their seat was at the castle of Homburg near Eschershausen. The counts of Spiegelberg were also feudal lords here from 1152 to 1557. They resided at Spiegelberg Castle and later at Coppenbrügge Castle. Another important feudal lord was Bock von Nordholz, who was resident at Nordholz Castle in Nordholz on the Osterwald.

Middle Ages

Around 1215 Count Bernard of Poppenburg built Spiegelberg Castle and called himself thereafter Count Bernard of Spiegelberg. In 1226 the demise of the Spiegelberg was reported, when the barons of Homburg from Stadtoldendorf fought for the territorial estate of Bernard of Spiegelberg and were able to unite it with their lordship of Homburg into an advocacy (Vogtei). Bernard had to leave the country by order of the emperor. Above the present village of Lauenstein the Homburgs built Lauenstein Castle, probably in the 13th century, which became the new Castrum Lewenstein. It was mentioned as such for the first time in 1247, when Henry of Homburg transferred the castle to the Welf duke, Otto the Child and received it back as a fief. Shortly thereafter villages in the area were abandoned as their inhabitants sought the protection of the castle and established the new village of Lauenstein at its foot. Im Jahr 1359 wurde das homburgische Amt Lauenstein mit 40 Ortschaften im Gebiet zwischen Ith, Hils und Leine erstmals urkundlich genannt. Der letzte Nachkomme der Homburger starb 1409 und vererbte die Burg an die welfischen Herzöge von Braunschweig-Lüneburg. Die inzwischen nach Coppenbrügge zurückgekehrten Spiegelberger wollten ihre ehemaligen Besitzungen wieder zurückholen. Bei den Fehden wurde Wallensen, ein Ortsteil von Salzhemmendorf, vollständig zerstört.

Im Jahr 1430 wurde der Flecken Lauenstein erstmals urkundlich genannt. Die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg verpfändeten 1433 wegen finanzieller Schwierigkeiten die Burg Lauenstein an das Bistum Hildesheim, das es in der Folge an die Brüder von Cramm im Jahr 1434, Ludolf von Ruscheplate im Jahr 1445, die Gebrüder Bock von Nordholz im Jahr 1456, Bartold von Oberg und die Ritter Gebrüder vom Rutenberge im Jahr 1495, Heinrich von Saldern im Jahr 1497 und Burchard von Saldern im Jahr 1515 afterverlehnte.

Neuzeit

1518 eroberte der Hildesheimer Bischof Johannes IV. von Sachsen-Lauenburg die Burg Lauenstein. In der Folge wurde Burchard von Saldern vertrieben und der Burgflecken niedergebrannt. Als Nachfolger bestimmte der Bischof einen Vogt aus Hildesheim. Die machtpolitische Vorgehensweise des Bischofs hatte die Hildesheimer Stiftsfehde zur Folge.

Die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg eroberten 1521 Lauenstein zurück und setzten Burchard von Saldern wieder als Herrn auf Lauenstein ein. Im Jahr 1550, nach dem Tod seines Vaters, übernahm Heinrich von Saldern Lauenstein. Dieser entzweite sich 1587 mit den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg. Daraufhin wurde er seiner Ämter enthoben und vertrieben. In der Folge wurden Amtmänner als Verwalter auf der Burg Lauenstein eingesetzt. 1590 wurde Lauenstein durch Herzog Heinrich Julius das Marktrecht verliehen.

Nachdem die Burg Lauenstein als Folge des Dreißigjährigen Krieges zerstört wurde, wurde der Amtssitz 1709 vorübergehend auf die Domäne Eggersen verlegt. 1716 kam Christian Eberhard Niemeyer nach Lauenstein, wo er über 50 Jahre als Amtmann tätig war. Am 20. Oktober 1730 brannte der Ort durch Fahrlässigkeit eines Bäckers nieder. Der Wiederaufbau, unter Verwendung von Steinen aus der oberhalb gelegenen Burg Lauenstein, dauerte drei Jahre. Im Jahr 1737 kaufte Amtmann Niemeyer das Gelände der Vorburg, die Knabenburg, und betrieb dort bis 1850 Landwirtschaft. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die verfallende Burg Lauenstein abgebrochen.

Im Jahr 1852 erhielt Lauenstein ein Amtsgericht.

Wappen

Ortswappen

Im gespaltenen Schild links die verschlungenen goldenen Buchstaben L und S auf blauem Grund, rechts eine halbe goldene Wappenlilie auf rotem Grund sowie rechts und links oben und in der Mitte unten je einen goldenen Stern. Die Buchstaben L und S bedeuten Lauenstein. Die Brüder von Cramm, die 1434–1445 Herren der Burg Lauenstein waren, trugen eine Lilie im Wappen. Das halbierte Wappenbild weist wahrscheinlich darauf hin, dass die Lauensteiner zwar Untertanen der Burgherren waren, der Flecken aber eine eigene Verwaltung (Bürgermeister und Rat) errungen hatte. Die drei Sterne sollen unter Herzog Erich I. von Calenberg (1495–1540) dazugekommen sein, der als Dank des Kaisers für eine Lebensrettung einen Stern über seinem Wappen anbringen durfte.

Sehenswertes

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Burg Lauenstein wegen zunehmenden Verfalls abgerissen. Heute ist sie eine Burgruine.

Die St. Annen-Kapelle ist eines der ältesten Gotteshäuser im Kreisgebiet, heute ist sie eine Friedhofskapelle. Der Turm wurde um 1126 und das erste Schiff um 1162 erbaut. Die Errichtung des Choranbaus erfolgte im Jahr 1464. Über dem Maßwerk des Chorfensters gibt es eine Inschrift in gotischen Kleinbuchstaben. Die Kapelle verfügt über einen Altar mit einem ehemaligem Reliquiengrab und Weihekreuzen. Eine alte Piscina befindet sich in der Ostwand. Ehemals gab es zwei Emporen, die im Rahmen einer Renovierung im Jahr 1954 entfernt wurden. In dem mit Steinplatten aus dem Solling bedeckten Kirchturm befindet sich die Glocke Madonna vom Spiegelberg von 1695.

Der Ithturm bietet eine Aussicht über die Region. Des Weiteren gibt es in Lauenstein ein Naturerlebnisbad.

File:11 St. Annen-Kapelle.jpg|St. Annen-Kapelle File:Ithturm.jpg|Ithturm bei Lauenstein File:Lauenstein Mauer.jpg|Ruinen der Burg Lauenstein

Wirtschaft

Neben der Landwirtschaft wurde ab 1780 in Heimarbeit Wolle für die Hamelner Weberei gesponnen. Zahlreiche Bewohner arbeiteten bei der von Otto Kreibaum gegründeten Fertighausgruppe OKAL, die ihren Stammsitz und das Werk für Niedersachsen bis 2005 in Lauenstein hatte. Hier existiert ein Musterhausgelände.

Personalities

  • Ernst Rudorff (1840–1916), composer, music teacher and conservationist in Lauenstein
  • Otto Kreibaum, (1902–1985), businessman, founder of OKAL (Otto Kreibaum aus Lauenstein)

References

References

  1. Margret Zimmermann, Hans Kensche: ''Burgen und Schlösser im Hildesheimer Land.'' 1. Auflage Hildesheim: Lax, 1998, p. 95, {{ISBN. 3-8269-6280-X
  2. http://www.rittergut-brokeloh.de/geschichte.htm {{Dead link. (February 2022)
  3. Erläuterungtafel am Eingang St. Annenkapelle
Info: Wikipedia Source

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